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Archiv 1999 - 2002

03.09.2002 - InnoRegio-Prozess in Ostdeutschland erfolgreich

Bulmahn: "Forschungsförderung schafft Aufschwung in Neuen Ländern"

Die Forschungsförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) legt in den Neuen Ländern die Basis für neue Arbeitsplätze. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hob anlässlich ihrer Informationsreise durch Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag in Rostock die gute Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen, Universitäten und der Wirtschaft im 1999 gestarteten InnoRegio-Prozess hervor: "Mit der Forschungsförderung schaffen wir die Basis für den Aufschwung in den Neuen Ländern." Der Bereich Bildung und Forschung werde hier von der Bundesregierung jährlich mit 1,8 Milliarden Euro gefördert. Allein bis zum Jahr 2006 seien fast 470 Millionen Euro für die Gründung innovativer Netzwerke in Ostdeutschland eingeplant. In diesem Jahr stelle das BMBF für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die von kleinen und mittleren Unternehmen gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen der jeweiligen Region realisiert werden, rund 65 Millionen Euro zur Verfügung.

Bisher entfielen nur sechs Prozent der Aufwendungen der deutschen Wirtschaft in Forschung und Entwicklung auf Ostdeutschland, sagte Bulmahn. Von den Bundesausgaben für Forschung und Entwicklung würden dagegen 18 Prozent in die Neuen Länder fließen. "Der Osten Deutschlands gewinnt in der anwendungsorientierten Forschung zunehmend eine Vorreiterrolle. Denn gerade in den Neuen Ländern gibt es zahlreiche flexible und gut ausgebildete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die neue Wege gehen und hervorragende Arbeit leisten", sagte Bulmahn. "Mit InnoRegio führen wir vor Ort Menschen in Forschung und Wirtschaft zusammen und schaffen so wichtige und leistungsfähige Innovationszentren." 

In Ostdeutschland sind 23 InnoRegios entstanden. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es vier InnoRegios, für die insgesamt rund 49 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Nukleus mit einem Budget von über 11 Millionen Euro. Die Region Parchim-Wismar-Rostock soll damit zu einem international anerkannten Standort für Präzisionsmaschinenbau ausgebaut werden.

Maritime Allianz Ostsee mit einem Budget von rund 16 Millionen Euro. Der Raum Wismar-Rostock soll ein wichtiger Standort für moderne Zulieferer und Entwickler von maritimer Technik und Dienstleistungen werden.

Die Initiative Kunststoffzentrum Westmecklenburg zielt mit einem Etat von über 11 Millionen Euro auf die Entwicklung der Kunststofftechnik zum wichtigsten Industriezweig in der Region mit nationaler und internationaler Ausstrahlung ab.

Das Diabetes Informations- und Service-Center Online entsteht mit über 10 Millionen Euro Fördermitteln als telemedizinisches Dienstleistungsunternehmen, das die Kompetenzen der Bereiche Medizin/Pflege, Kranken- und Rentenversicherungsträger, Fremdenverkehr, IuK-Branche, Finanzierung sowie private und öffentliche Einrichtungen verknüpft.


10.10.2001 - Parlamentarischer Staatssekretär Catenhusen stellt Sachstandsbericht zu InnoRegio vor:

Vier weitere Projekte werden in die Förderung aufgenommen

Der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Wolf-Michael Catenhusen, stellte heute im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung einen aktuellen Sachstandsbericht zur Förderung regionaler Innovationsinitiativen in den Neuen Ländern vor und gab die Entscheidung des BMBF bekannt, weitere vier regionale Innovationskonzepte neu in die Förderung aufzunehmen. Der Innovationswettbewerb InnoRegio hat in bisher beispielloser Weise zur Mobilisierung regionaler Innovationsinitiativen in den Neuen Ländern beigetragen. Gestartet wurde der Wettbewerb 1999; insgesamt erhalten nun 23 Pilotregionen die Chance, regionale Innovationskonzepte mit Bildungs-, Forschungs- und Netzwerkprojekten umzusetzen. Für InnoRegio stellt das BMBF insgesamt 500 Millionen Mark bis zum Jahre 2006 zur Verfügung. Catenhusen erklärte vor dem Ausschuss: "Mit InnoRegio werden die Potenziale von Bildung und Forschung in den Neuen Ländern für mehr Wachstum und Arbeitsplätze genutzt. Ziel des Förderprogramms InnoRegio ist es, neue Arbeitsplätze durch die Bündelung der bestehenden Potentiale von Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Wirtschaft und Verwaltung zu schaffen. Dafür sollen marktfähige Produkte und Dienstleistungen durch verstärkte Kooperation von Forschungseinrichtungen mit Betrieben entwickelt werden. Das Bundesforschungsministerium wird die neu aufgenommen Projekte in den nächsten Jahren mit bis zu 36 Millionen Mark unterstützen." Catenhusen betonte: "Die öffentliche Bildungs- und Forschungslandschaft im Osten Deutschlands braucht den Vergleich in keiner Weise zu scheuen. Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind attraktiv und leistungsfähig. Eine Reihe erfolgreicher regionaler Technologie- und Wachstumspole haben in den vergangenen Jahren gezeigt, wie sich Unternehmen und Regionen der Neuen Länder auf Wachstumsmärkten positionieren können." InnoRegio baue auf die Unterstützung regionaler Stärken und die Eigeninitiative vor Ort. "Die Botschaft von InnoRegio ist in den Neuen Ländern angekommen", so Catenhusen. "Hier gibt es zahlreiche Regionen, in denen engagierte und ideenreiche Menschen gemeinsam Konzepte für Innovationen und wirtschaftliche Netzwerke entwickeln. Nun gehört jeweils eine weitere Region in Berlin, in Brandenburg, in Sachsen-Anhalt und in Thüringen dazu."



05.10.2000 - InnoRegio-Förderwettbewerb ist entschieden Bundesministerin Bulmahn: "InnoRegio hat voll ins Schwarze getroffen"

Vier weitere Projekte werden in die Förderung aufgenommen

Die Entscheidung über insgesamt 500 Millionen Mark Fördermittel des Wettbewerbs "InnoRegio" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist gefallen. "Die überwältigende Resonanz, die dieser Wettbewerb gefunden hat, zeigt: InnoRegio hat ins Schwarze getroffen - das ist eine gute Bestätigung für diesen neuen Förderansatz!", erklärte Bundesforschungsministerin Bulmahn am (heutigen) Donnerstag im Deutschen Architektur Zentrum in Berlin anlässlich der Auszeichnungsfeier der prämierten InnoRegios. "Mit dem Förderprogramm ist es uns gelungen, in den 25 InnoRegios die Innovationskraft entscheidend zu stärken." Darüber hinaus habe der Wettbewerb auch in den über 400 weiteren Bewerberregionen die richtigen Impulse zum Ausbau regionaler Stärken und zukunftsfähiger Arbeitsplätze gegeben. Die Botschaft von InnoRegio sei bei den Menschen in den Neuen Ländern angekommen, sagte Bulmahn. Sie hätten in neuen Kooperationen die eigenen Kompetenzen in Forschung, Bildung und unternehmerischem Handeln erfolgreich zusammengeführt. InnoRegio baue auf die Unterstützung regionaler Stärken und selbsttragender Eigeninitiative. Die unabhängige InnoRegio-Jury empfiehlt dem BMBF die Förderung derjenigen Konzepte, die die Wettbewerbskriterien erfüllt haben (siehe beigefügte Liste). Dabei sind für die Bereitstellung des Fördermittelbudgets für die einzelnen InnoRegios die Qualität und Substanz des Innovationskonzepts ausschlaggebend. Entsprechend der Juryempfehlung räumt das BMBF jenen InnoRegios, die mit ihren Konzepten noch nicht ganz überzeugen konnten, die Möglichkeit zur Überarbeitung bis zum 30. Juni 2001 ein. Fördermittel bleiben reserviert. Nach den Worten von Rolf Schwanitz, Staatsminister für die Angelegenheiten der Neuen Länder, sei das Entstehen der regionalen Innovationsbündnisse ein spannender Prozess gewesen. Er habe sich jeweils vor Ort einen persönlichen Eindruck verschafft. "Mein Eindruck ist, dass bei InnoRegio Partner zusammengefunden haben, die sonst vermutlich nicht netzwerkbildend zusammengearbeitet und ein gemeinsames Ziel für die Entwicklung der Region formuliert hätten", sagte Schwanitz bei der Auszeichnungsfeier. Keiner könne heute alles alleine machen. Die Konzentration auf Kernkompetenzen sei nur dann erfolgreich, wenn in einem Netzwerk arbeitsteilig mit Partnern zusammengearbeitet werde. "Der InnoRegio-Wettbewerb ist selbst Ausdruck innovativer Förderpolitik: Der Staat schreibt nicht vor, mit welchen Themen oder Inhalten die Regionen sich die Chancen der Zukunft erschließen sollen", erläuterte der Vorsitzende der Jury, Klaus von Dohnanyi. "Die Menschen einer Region sollten darüber selbst entscheiden - und sie haben gute Entscheidungen getroffen." Die vorgelegten Konzepte umfassen Projekte zu neuen Technologien, Verfahren und Werkstoffen, Projekte zu neuen Allianzen zwischen Forschung und Textil-, Kraftfahrzeug- und Schiffbauindustrie bis hin zur Biotechnologie. Bundesministerin Edelgard Bulmahn hatte den Wettbewerb im April 1999 gestartet. Über 400 regionale Innovationsbündnisse hatten sich für eine Teilnahme beworben. Im November verlieh die Jury an 25 Initiativen den Titel InnoRegio. Diese entwickelten in acht Monaten ihre regionalen Innovationskonzepte und legten sie der Jury für die heutige Förderentscheidung vor.

02.11.1999 - Entscheidung im 500-Millionen-Wettbewerb InnoRegio Bulmahn prämiert 25 innovative Regionen

"Entscheidende Impulse für den Aufschwung Ost"

Der Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung um die Teilnahme am Förderprogramm für die Neuen Länder, InnoRegio, ist entschieden. Bundesministerin Edelgard Bulmahn und Staatsminister Rolf Schwanitz beglückwünschten die 25 InnoRegios bei der Prämierungsveranstaltung am heutigen Dienstag in Berlin. "InnoRegio hat bereits heute entscheidende Impulse für Innovationen und für den Aufschwung im Osten Deutschlands gesetzt", erklärte Bulmahn.

Ziel sei es, durch neue Formen der Zusammenarbeit von Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Wirtschaft und Verwaltung marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Dr. Klaus von Dohnanyi hat nun die 25 Siegerregionen aus 444 Bewerbungen ausgewählt.

Bundesministerin Bulmahn betonte: "Es gibt bei diesem Wettbewerb keine Verlierer! Jedes Konzept ist schon jetzt ein Gewinn für die jeweilige Region. InnoRegio hat seit dem Start im April einen breiten, nahezu flächendeckenden Schub an Engagement und Eigeninitiative in den Neuen Ländern ausgelöst."

Staatsminister Rolf Schwanitz hob die gelungenen Kooperationen der Akteure vor Ort hervor. Mit einer Vielzahl von guten Projekten und einer zündenden Leitidee hätten sich Frauen und Männer aus Wirtschaft und Verwaltung, von Universitäten und Fachhochschulen, aus Vereinen und Verbänden um einen Runden Tisch versammelt, was "der Anfang von schon manchem Guten gewesen sei." Er versicherte: "Wir werden gemeinsam mit den ostdeutschen Ländern prüfen, ob es Möglichkeiten gibt, das vorhandene Innovationspotenzial weiter zu nutzen und auszubauen."

Die prämierten Konzepte decken ein breites inhaltliches Spektrum ab. Sie reichen vom Fahrzeug- und Maschinenbau, von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien über Verwaltung und öffentliche Dienstleistungen, Gesundheitswesen bis hin zum Tourismus und zur ökologischen Verwertung natürlicher Ressourcen. Bundesministerin Bulmahn erläuterte die Leitgedanken des Wettbewerbs: "Wir haben hier weder die Themen noch den räumlichen Zuschnitt einer Region vorgegeben, sondern auf das Wissen und die Kreativität der Menschen vor Ort gebaut und dabei gezielt auf den Aufbau von Vernetzung und Kooperation gewirkt. Das ist ein völlig neuer Förderansatz. Die hervorragende Arbeit der Initiativen, auf die wir heute blicken können, zeigt den Erfolg dieses neuen Politikstils."

Die InnoRegios erhalten jetzt bis zum Sommer nächsten Jahres jeweils bis zu 300.000 Mark, um mit Hilfe professioneller Moderation und Fachberatung eine arbeitsfähige Struktur auszubauen. Die Gewinner haben nun Zeit, ihre Visionen in konkrete Programme zu fassen. Mit ihrem Netzwerk und einem Gesamtkonzept müssen sie dann die Jury erneut überzeugen. Im Herbst 2000 startet dann die Umsetzungsphase für die InnoRegio-Konzepte. Diese Umsetzungsphase läuft dann bis zum Jahr 2005. Insgesamt stellt das BMBF für diesen Wettbewerb 500 Millionen Mark zur Verfügung.

Abschließend ermutigten Bulmahn und Schwanitz die nicht prämierten Regionen ihre Konzepte weiterzuentwickeln und weiterzumachen. "Viele Initiativen würden die durch InnoRegio initiierten Kooperationsstrukturen auch ohne Prämierung weiter nutzen."


5.10.1999 - 50 Regionen in der Endauswahl für InnoRegio

Bulmahn: "InnoRegio mobilisiert das wirtschaftliche Potenzial in den Neuen Bundesländern"

Die erste Entscheidung im InnoRegio Wettbewerb ist gefallen. Die von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, eingesetzte Jury hat am (heutigen) Dienstag in Berlin unter Vorsitz von Dr. Klaus von Dohnanyi aus 444 Bewerbungen 50 Regionen für die Endentscheidung im November nominiert.

Bundesministerin Edelgard Bulmahn zeigte sich erfreut von der Menge und der hohen Qualität der Bewerbungen. "Mit dem Wettbewerb haben wir den Nerv getroffen. InnoRegio zeigt, dass es in den Neuen Ländern zahlreiche Regionen gibt, in denen engagierte und ideenreiche Menschen gemeinsam Konzepte für Innovationen und wirtschaftliche Netzwerke entwickeln", erklärte Bulmahn. InnoRegio habe das wirtschaftliche Potenzial in den Neuen Bundesländern mobilisiert. Es sei beeindruckend, welche Vielfalt an Ideen der Wettbewerb hervorgebracht habe. Bei der Nominierung seien die Vorschläge positiv bewertet worden, die eine klare Zielsetzung für die Region und das Netzwerk formuliert haben. Darüber hinaus würde die große Chance, die sich für bislang benachteiligte Regionen eröffnet, besonders berücksichtigt.

InnoRegio habe bereits in seiner Anfangsphase konkrete Initiativen für Innovationen und Unternehmertum ausgelöst. Man könne jetzt schon sagen, dass es bei diesem Wettbewerb keine Verlierer gäbe. Bulmahn: "Ich bin überzeugt davon, dass sich auch viele der nichtprämierten Regionen aufgrund ihrer Bewerbung erfolgreich entwickeln werden. Dafür spricht, dass in vielen Fällen die durch InnoRegio neu entstandenen Partnerschaften ihren klaren Willen zur Weiterarbeit deutlich gemacht haben."

Der Wettbewerb InnoRegio ist im April von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn ins Leben gerufen worden. Dabei geht es um die besten Konzepte zur Entwicklung innovativer Regionen. Ziel ist es, durch neue Formen der Zusammenarbeit von Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Wirtschaft und Verwaltung, marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Am 2. November werden 25 Siegerregionen ausgewählt. Die "InnoRegios" erhalten dann bis zum Sommer 2000 vom BMBF eine Förderung in Höhe von jeweils 300.000 DM. Sie sind dann aufgefordert, ihre konkreten Vorschläge zur Entwicklung der Regionen auszuarbeiten.

Folgende Regionen wurden für die Endentscheidung nominiert:

Berlin

1  Konzept für die Gesundheitsregion Berlin-Buch, Berlin-Buch 
2  IT-gestützte Dienstleistungen, Berlin Mitte 

Brandenburg 
3
  Agrarpark, Uckermark 
Innovative Tourismusentwicklung, Baruther Urstromtal 
5  Kompetenzzentrum und Modellklinik für präsymptomatische Tumordiagnostik und Therapie, Niederlausitz-Fläming 
6  Silizium-Stahl und Ernährung, Oderland 
7  Modellprojekt Oderbruch, Oderbruch 
8  Vernetzung von Tourismus, innovativer Technologie, Kreislaufwirtschaft und naturnahem Leben, Dahme - Spree - Oder 
Virtuelles Kompetenznetzwerk von Handwerks-, Klein- und mittelständischen sowie Dienstleistungsunternehmen, Ostbrandenburg 
10  Polderpark, Oderbruch 
11  Unternehmensentwicklung, Transfer, Kommunikation und Innovation, Lausitz 
12  Pflanze als Wirtschaftsfaktor, Oberhavelland 
13  RIO - Regionales Innovationsbündnis Oberhavel, Entwicklung, Erprobung und Einsätze alternativer, umweltverträglicher Materialien im Fahrzeugbau, Oberhavel 
14  Biohybridtechnologien, Potsdam-Luckenwalde 

Mecklenburg-Vorpommern
15  Projekt Nukleus. Netzwerk Präzisionsmaschinenbau in der Region Parchim-Wismar-Rostock, Parchim-Wismar-Rostock 
16  Aufbau einer maritimen strategischen Allianz in der Region "Küste Mecklenburg-Vorpommern", Küste Mecklenburg-Vorpommern 
17  Diabetes Informations- und Service-Center, Ostvorpommern 
18  Kunststoffzentrum Westmecklenburg, Westmecklenburg 
19  Die Ausschöpfung der Entwicklungspotenziale der Region Rügen durch Verknüpfung von Primärproduktion, Verarbeitung und Vermarktung unter besonderer Berücksichtigung des Tourismus, Rügen 
20  Unternehmergeist und Technologie, Westmecklenburg 
21  Innovative Wirtschaftsregion, Wismar-Nordwestmecklenburg 

Sachsen
22
  Neuprofilierung Textilbranche, Vogtland, Westsachsen, Lausitz 
23  Hochtechnologien als Initiatoren, Mittelsachsen 
24  Neue Pflanzenfabriken in Westsachsen, Westsachsen 
25  "Musicon-Valley", Vogtland 
26  Innovationsstrategien, Neisse 
27  Holz-Solar-Innovationen im "Holzverbund Erzgebirge", Erzgebirge 
28  Das Bio MeT Dresden, Dresden 
29  Erzgebirge 21, Erzgebirge 
30  Netzwerk Biopolymere, Halle, Leipzig, Dessau, Dresden 
31  Chemnitz-Zwickau, Chemnitz-Zwickau 
32  Konzept CELLTEC LEIPZIG für die Region Leipzig, Stadt Leipzig und Umland 
33  Industrie- und Automobilregion, Industrie- und Automobilregion Westsachsen 
34  Neuartige Netzwerkstrukturen für ein optimales Zusammenwirken von Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung, Wirtschaftsförderung, Banken und Verwaltungen, Freiberg 
35  KONUS: Kooperative Nutzung von Datennetzen für die berufliche Eingliederung von blinden und sehbehinderten Menschen, Dresden 
36  Textilregion, Mittelsachsen 
37  Freizeitpark für neue Weltrekorde, Erzgebirge 

Sachsen-Anhalt
38
  Innovatives Netzwerk der Automobilzulieferer "M-A-H-Reg Automotive", Magdeburg-Anhalt-Harz 
39  Identifizierung der innovationsträchtigen endogenen Potenziale der Region und Initiierung eines Netzes nachhaltiger Wertschöpfungsketten mittels Kanalisierung und Verbreiterung eines integrativen Bündels von Innovations-und Lernprojekten, Altmark 
40  Konzept "Pflanzenbiotechnologie Nordharz/Börde", Nordharz/Börde 
41  Aufbau eines Kompetenznetzes für Nichteisen-Metall, Landkreis Mansfelder Land 
42  Netzwerk zum Aufbau der durchgängigen Wertschöpfungskette Phytopharmaka/Nahrungsergänzungsmittel-Rephyna, Börde 
43  Innoregion um Huy und Bruch, zwischen Heide, Harz und Börde, Schlanstedt 
44  Naturstoff-Innovationsnetzwerk, Altmark 
45  Innovative Technologien in der Medizin, Magdeburg 

Thüringen
46
  Integrativer Tourismus, Tambach-Dietharz - Georgenthal - Ohrdruf - Oberhof 
47  Micro Innovates Macro, Weimar-Land/Sömmerda-Land/Weimar/Sömmerda/Erfurt 
48  Produktions- und Fertigungstechnik, Südthüringen 
49  OptoNet, Gera-Jena-Erfurt-Ilmenau 
50  Holzland, Hermsdorf-Reichenbach-Weimar 


17.08.1999 - 444 Bewerbungen für den Förderwettbewerb InnoRegio eingegangen

Bulmahn: "Die Resonanz auf InnoRegio ist überwältigend"


Eine überwältigende Resonanz hat der BMBF-Wettbewerb für die Neuen Bundesländer "InnoRegio" gefunden. Insgesamt 444 Bewerbungen sind bis zum Abschluss der Einsendefrist Sonntagnacht eingegangen. "Mit InnoRegio haben wir den Nerv getroffen. Diese neue Art der Förderpolitik mobilisiert in eindrucksvoller Weise die Potenziale für den wirtschaftlichen Aufschwung in Ostdeutschland," erklärte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn. Bulmahn hatte im April den Wettbewerb InnoRegio ins Leben gerufen, in dem es um die besten Konzepte zur Entwicklung innovativer Regionen geht. Ziel sei es, durch neue Formen der Zusammenarbeit von Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Wirtschaft und Verwaltung marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Von den 444 Bewerbungen kamen aus

Brandenburg  103
Berlin  36 
Mecklenburg-Vorpommern  59 
Sachsen  117 
Sachsen-Anhalt  81 
Thüringen  48 


Die Projekte haben eine große Bandbreite - sie reichen von speziellen Nutzungen moderner Informationstechnologien über zukunftsfähige Bildungsprojekte bis zu spezifischen Formen des sanften Tourismus.

Über zwei Drittel der Wettbewerbsbeiträge wurden unter der Federführung von Wirtschaftsunternehmen und Technologie- oder Gründerzentren sowie von Verbänden eingereicht. Bulmahn dazu: "Das zeigt ganz deutlich: InnoRegio ist da angekommen, wo wir es wollten. Hier sind die Chancen für neue Arbeitsplätze." Zum Teil haben Bildungseinrichtungen, Firmen und regionale Verwaltungen sogar extra Vereine für die Teilnahme am InnoRegio-Wettbewerb gegründet.

Aus den Bewerbungen wählt nun eine unabhängige Jury von Expertinnen und Experten aus neuen und alten Ländern unter Vorsitz des früheren Bildungsministers und Ersten Bürgermeisters von Hamburg, Dr. Klaus von Dohnanyi, die besten Konzepte aus. Zentrale Bewertungskriterien sind dabei die Neuheit des Ansatzes, die Überzeugungskraft der regionalen Kooperation und der zu erwartende Nutzen für die Region. Das BMBF hat bei InnoRegio bewusst darauf verzichtet, Themen vorzugeben, sondern ein Angebot an die Regionen ausgesprochen, eigene Zukunftsideen zu entwickeln. Dies sei ein modellhafter Weg für einen Aufschwung Ost aus eigenen Kräften, erklärte Bulmahn den neuartigen Ansatz des Förderwettbewerbes.

Am 5. Oktober 1999 wird die Jury diejenigen Regionen nominieren, die in die letzte Auswahlrunde kommen. Von den Nominierten werden am 2. November 1999 die 25 "InnoRegios" prämiert. Diese erhalten zunächst bis zu 300.000 Mark für die Entwicklung eines Umsetzungskonzepts, das bis Sommer 2000 vorliegen muss. Dann stellen sich die Siegerregionen mit den Ergebnissen ihrer Arbeit erneut einem Juryentscheid. Die abschließend ausgewählten besten Konzepte und Projekte werden dann bis Ende 2005 gefördert. Insgesamt stellt das BMBF für InnoRegio 500 Millionen Mark zur Verfügung. "Schon jetzt ist klar, es wird keinen Verlierer beim Wettbewerb geben", sagte Bulmahn. "InnoRegio hat Kooperationen und Initiativen bewirkt, die es sonst nicht gegeben hätte." Das Motto des Wettbewerbs "Innovative Impulse für die Region" sei zu einem zentralen Thema in den Neuen Ländern geworden.


23.07.1999 - Neue Impulse für den Aufbau Ost: Bulmahn ruft zum Endspurt bei InnoRegio auf

"Große Resonanz hat die Erwartungen jetzt schon überschritten"


Der BMBF-Wettbewerb um die Teilnahme an dem Förderprogramm für die Neuen Bundesländer, InnoRegio, startet in die letzte Runde. In drei Wochen, am 15. August 1999, endet die Frist. Darauf hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn am (heutigen) Freitag in Bonn hingewiesen. Sie rief die Regionen in Ostdeutschland nochmals auf, sich an InnoRegio zu beteiligen.

Bereits jetzt sei eine große Resonanz in vielen Regionen Ostdeutschlands zu erkennen. Viele Initiativen vor Ort hätten sich zusammengetan, um Ideen für Innovationen für ihre Region zu entwickeln und als Wettbewerbsbeitrag einzureichen. "Die Resonanz hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen", erklärte Bulmahn. Allein 2.500 Interessentinnen und Interessenten hätten sich an das Projektbüro InnoRegio in Berlin gewandt, um sich über die Wettbewerbsmodalitäten zu informieren. Rund 550 Antragsunterlagen seien dort angefordert worden. Hinzu kämen eine Vielzahl von Abfragen übers Internet.

Bundesministerin Bulmahn: "Ich freue mich über das große Interesse, das InnoRegio bisher hervorgerufen hat. Das zeigt, dass wir mit dem Förderprogramm die Bedürfnisse der Menschen in den Neuen Bundesländern getroffen haben. Durch ihre Eigeninitiative werden neue Impulse für den Aufbau Ost gegeben."

Ziel von InnoRegio sei es, durch die Bündelung der bestehenden Potenziale von Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Wirtschaft und Verwaltung neue Arbeitsplätze zu schaffen. Hier gäbe es insbesondere für strukturschwache Regionen neue Chancen. Durch verstärkte Kooperation von Forschungseinrichtungen mit Betrieben sollten marktfähige Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden. Dafür stelle das BMBF in den nächsten Jahren 500 Mio. Mark zur Verfügung.

Nach Ablauf der Frist nimmt eine unabhängige Jury aus Expertinnen und Experten aus Ost- und Westdeutschland unter dem Vorsitz des früheren Bildungsministers und Ersten Bürgermeisters von Hamburg Dr. Klaus von Dohnanyi ihre Arbeit auf. Die Jury wird aus den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen bis zu 25 Siegerregionen auswählen. Anfang November 1999 wird Bundesministerin Bulmahn dann die Sieger des Wettbewerbs verkünden.

Diese erhalten für die folgenden acht Monate die Möglichkeit, ihre Ideen zu tragfähigen und nachhaltigen Projekten und Konzepten auszuarbeiten. Das BMBF unterstützt diesen Prozess durch eine finanzielle Förderung von bis zu 300.000 DM für jede Region. Zusätzlich wird für die Konzeptentwicklung eine professionelle Moderation zur Verfügung gestellt.

Mitte 2000 stellen sich die Siegerregionen mit den Ergebnissen ihrer Arbeit erneut dem Wettbewerb. Die Jury wird dann die besten Konzepte und Projekte auswählen und zur Förderung ihrer Umsetzung durch das BMBF empfehlen.

Ausschreibungsunterlagen und weitere Informationen können bezogen werden über das

Projektbüro InnoRegio
Wallstraße 17 - 22
10179 Berlin
Tel.: (0 30) 2 01 99-4 82
Fax: (0 30) 2 01 99-4 70


21.04.1999 - InnoRegio - Innovative Impulse für die Regionen

Bundesministerin Edelgard Bulmahn und Staatsminister Rolf Schwanitz starten Wettbewerb zur Mobilisierung regionaler Initiativen in den Neuen Ländern


Die Förderung der Neuen Bundesländer hat für die Bundesregierung Priorität. Gegenwärtig sind für Bildung und Forschung Ausgaben in Höhe von 3,2 Mrd. DM für die Neuen Länder vorgesehen. Diese Mittel sind insbesondere für Spitzenforschung und Kompetenzzentren bestimmt. "Ich will diese Förderung ergänzen durch die Stärkung der Innovationskraft in den Regionen", sagte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn. Sie werde daher mit InnoRegio ein neues Förderprogramm für die Regionen in Ostdeutschland auflegen. Geplant sei, 500 Mio. DM für InnoRegio bis zum Jahr 2005 bereitzustellen. "Dies ist ein Angebot an die Regionen, Zukunftsideen zu entwickeln", betonte die Ministerin.

Ziel sei es "durch die Bündelung der bestehenden Potenziale von Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Wirtschaft und Verwaltung neue Arbeitsplätze zu schaffen", erklärte Bundesministerin Bulmahn anlässlich der Vorstellung des Programmes am (heutigen) Mittwoch. Durch verstärkte Kooperation von Forschungseinrichtungen mit Betrieben sollten marktfähige Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden.

"Der Aufbau Ost braucht neue Impulse", betonte Staatsminister Rolf Schwanitz. "InnoRegio steht für eine Förderpolitik zugunsten der Neuen Länder, die in Zeiten knapper Kassen effizienter und zielgenauer ist." Das Programm werde als Wettbewerb ausgeschrieben. Er rief dazu auf, dass sich insbesondere die Regionen, die bisher als innovationsschwach gelten, an dem Wettbewerb beteiligen sollten. Die Förderinitiative solle auch bislang benachteiligten Regionen Mut machen und motivieren.

Die Initiative grenzt die Regionen nicht nach verwaltungstechnischen Grenzen (etwa Kreisebene), sondern funktional ab. Die Regionen definieren sich selbst. Sie werden dabei als Raumeinheiten, kleiner als Bundesländer, verstanden. Durch eine wissenschaftliche Begleitung werden die Ergebnisse aufbereitet und analysiert. Auf diese Weise sollen die im Wettbewerb erprobten Vorgehensweisen und Innovationsansätze für andere Regionen nutzbar gemacht werden.

Hintergrund:

Die Initiative InnoRegio trägt Stärken und Schwächen des Innovationsgeschehens in den Neuen Ländern Rechnung: In den vergangenen Jahren hat sich eine leistungsfähige Bildungs- und Forschungslandschaft herausgebildet. Es ist aber noch zu wenig gelungen, tragfähige Kontakte und Austauschbeziehungen zwischen Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie der Wirtschaft zu gestalten. Dabei sind besonders kleine und mittlere Unternehmen, die die Wirtschaftsforschung in den Neuen Ländern prägen, auf enge Partnerschaften angewiesen. Vor allem die regionale Ebene ist für Zusammenschlüsse von Personen und Institutionen aus unterschiedlichen Aufgabenbereichen geeignet. Hier ist ein schneller und effektiver Austausch und ein gemeinsames Lernen besonders gut möglich.

Erfolgreiche Regionalinitiativen folgen selbst gesetzten Zielen. Deshalb wurde mit InnoRegio eine themenoffene Förderinitiative entwickelt, die den unterschiedlichen Ausgangsbedingungen Rechnung trägt. Sie soll Menschen mit dem Ziel zusammenführen, für ihre Region Innovationskonzepte und -projekte zu definieren und durchzusetzen. Mit dem Wettbewerb InnoRegio sollen vielfältige regionale Initiativen mobilisiert und umgesetzt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird an 15 Orten in den Neuen Ländern Informationsveranstaltungen zu InnoRegio durchführen.

Programmablauf:

Die Förderinitiative InnoRegio gliedert sich in drei Phasen:

In der Phase 1 (Qualifizierungsphase) erfolgt die Selbstorganisation und -definition der Regionen. Von einem gemeinsamen Interesse geleitete Innitiatoren definieren das Innovationspotenzial und die Entwicklungsmöglichkeiten der Region. Sie bestimmen, wie neue Partnerinnen und Partner in den Innovationsprozess einbezogen und Erfolg versprechende Kooperationsstrukturen für die Entwicklungsphase aufgebaut werden sollen. Auf dieser Grundlage bestimmen sie einen Akteur der Region für die regionale Koordinierung sowie die Beantragung der BMBF-Förderung in der Phase 2. Die Teilnahme am Wettbewerb ist nicht auf bestimmte Institutionen oder Personen beschränkt. Es können Bewerberinnen und Bewerber aus den Neuen Ländern teilnehmen, die eine realisierbare Konzeption vorlegen und ihre Eignung zur Umsetzung dieser Konzeption darstellen können. Den Aufwand für Potenzialanalyse und Antragsvorbereitung tragen die Regionen selbst. Letzter Abgabetermin für Anträge und Bewerbungsunterlagen ist der 15. August 1999 (Ausschlussfrist).
Alle Auswahlentscheidungen werden durch Expertinnen und Experten in einer Jury getroffen. (20-25)

In der Phase 2 (Entwicklungsphase) werden bis zu 25 Vorhaben zur Erstellung von InnoRegio-Konzepten für eine Laufzeit von acht Monaten gefördert (01. November 1999 bis zum 30. Juni 2000). Die Entscheidung, welche Vorhaben gefördert werden, trifft eine Jury. Das BMBF wird die Jury bis zur Sommerpause berufen.
Die Phase 2 beinhaltet den Aufbau regionaler Netzwerke sowie die Ausarbeitung von Maßnahmen und Projekten, die zu Innovationen führen oder die Innovationsfähigkeit der Regionen insgesamt verbessern. Die Entwicklung dieser Maßnahmen und Projekte erfolgt im Rahmen regionaler Dialoge und Foren. In diesen soll das "InnoRegio-Konzept" für die jeweilige Region erarbeitet werden. Für Management und Moderation der Foren und Netzwerke bietet das BMBF professionelle Moderatorinnen und Moderatoren an. Die Phase 2 wird durch das BMBF gefördert.

Phase 3 (Umsetzungsphase) startet im Herbst 2000. Sie beinhaltet die Umsetzung der in den InnoRegio-Konzepten enthaltenen Maßnahmen und Projekte. Diese sollen möglichst Entwicklungsperspektiven nach dem Auslaufen der Förderung bieten. Das BMBF unterstützt diese Umsetzungsphase bis zum Jahr 2005.


Ausschreibungsunterlagen und weitere Informationen können bezogen werden über das

Projektbüro InnoRegio
Wallstraße 17 - 22
10179 Berlin
Tel.: (030) 2 01 99-4 82
Fax: (030) 2 01 99-4 70