

Entwicklungen der IT, der Mechatronik und des Gesundheitswesens bewirken eine Änderung von Diagnostik und Therapie besonders im Bereich Bildgebung, Informationsintegration, Mechatronik und Systemsicherheit. Gefordert wird eine neue, gemeinsame Sprache für Techniker und Chirurgen. Die CAS wird sich zu einer wissenschaftlichen Disziplin entwickeln, deren ethischer Anspruch in der Abwägung von Machbarem und Nutzbarem in der "Technologiesierung" der Chirurgie liegt. ICCAS stellt sich dieser Herausforderung durch die chirurgisch-problemorientierte Zusammenarbeit zwischen Chirurgen, Informatikern und Ingenieurwissenschaftlern.
ICCAS knüpft an die Vorarbeiten der Leipziger Arbeitsgruppe IGSN an. Durch Analyse von Operationsabläufen mit modernen IT-Werkzeugen sollen chirurgische Workflows und Integrationsprofile erstellt werden für Konzeption, Spezifikation, Simulation und Design medizintechnischer Prototypen im Bereich CAS. Die Integration verschiedener Daten in einem einheitlichen Format bildet einen Schwerpunkt des Zentrums. Mit der Schaffung zweier Nachwuchsforschergruppen an der Schnittstelle von Chirurgie und Informationstechnologie strebt das Zentrum eine Schlüsselposition in der Entwicklung der Chirurgie der Zukunft an.
Die Forschergruppen "Chirurgischer Workflow" und "Surgical PACS" sind mit jeweils einem Nachwuchsgruppenleiter und drei wissenschaftlichen Mitarbeitern besetzt. Die Gruppe Chirurgischer Workflow unter der Leitung von Dr. Oliver Burgert widmet sich der wissenschaftlichen Analyse chirurgischer Abläufe. Die Zielsetzung besteht in der Schaffung von visualisierten Workflows und daraus abgeleiteten Surgical Integration Profiles (SIP's). Darauf aufbauende Lösungskonzepte können virtuell in einem realistischen Umfeld geprüft werden.
Die Arbeitsgruppe Surgical-PACS unter der Leitung von Dr. Werner Korb beschäftigt sich mit der Systemgestaltung chirurgischer Assistenzsysteme mit dem Fokus Konzeption, Spezifikation und Design. Chirurgische Assistenzsysteme beinhalten informationstechnische, bildgebende und mechatronische Komponenten mit zahlreichen Schnittstellen. Aufgabe der Arbeitsgruppe ist die Spezifikation von Schnittstellen sowie die Verarbeitung und Kommunikation von insbesondere bildgestützten Informationen im Operationssaal in einem einheitlichen Format (Surgical DICOM). Die medizinische Fakultät der Universität Leipzig unterstützt das Vorhaben durch die Bereitstellung einer W2-Innovationsprofessur "Computer-Assistierte-Chirurgie".
Wissenschaftliche Zusammenarbeit
Industriepartner
Prof. Dr. med. Jürgen Meixensberger
Sprecher des Vorstandes
Universität Leipzig
Medizinische Fakultät
Semmelweisstraße 14
04103 Leipzig
Tel.: (03 41) 9 71 75 09
Fax: (03 41) 9 71 75 00
E-Mail: iccas@uni-leipzig.de
http://www.iccas.de/
[PDF - 1,40 MB]

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[PDF - 5,20 MB]

(URL: http://www.unternehmen-region.de/pot/download.php/M%3A1713+Forschungsbericht+2007/~/_media/Forschungsbericht_2007.pdf)
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