
Prof. Dr. Bernd Walz hat sich den Fliegen verschrieben. Und das ganz im Dienst der Wissenschaft. Der Zoophysiologe an der Universität Potsdam stellte bei einem Werkstattgespräch im neuen "Fraunhofer-Forum" in Berlin fest: "Auch Fliegen läuft das Wasser im Munde zusammen."
Vor rund hundert Nachwuchsforschern und Unternehmern, die von der "Inno-Profile"-Initiative "Angewandte Lasersensorik" und dem "ForMaT" "InnoLaserSensor" eingeladen worden waren, beschrieb er seine wissenschaftliche Arbeit, mit der er versucht, zu erkennen und zu erklären, auf welchem Weg unser Körper Wasser an seine Außenhaut transportiert. "Manchmal scheint die Evolution nicht so genial zu sein, wie oft behauptet wird. Wäre sie es, könnte Wasser in unserem Körper auch bergauf fließen." Kann es aber nicht, so dass diverse Botenstoffe Signale aussenden und einen komplizierten Mechanismus in Gang setzen, um verschiedene Barrieren zu überwinden, bis uns endlich der Schweiß auf der Stirn steht.
Prof. Dr. Bernd Walz, Zoophysiologe an der Universität Potsdam, behauptet: Auch Fliegen läuft das Wasser im Munde zusammen.
Diesen Weg erforscht er an Fliegen, die sich seiner Meinung nach außerordentlich gut dafür eignen. Hier kommt das Laserlicht ins Spiel oder genauer gesagt, hier könnte es zukünftig ins Spiel kommen. Denn um das Verhalten einzelner Zellen zu erforschen, scheint der Einsatz von Lasern, die die meisten von uns nur als spektakulären Höhepunkt bei Events kennen, gut möglich.
Prof. Dr. Hans-Gerd Löhmannsröben vom Institut für Chemie der Universität Potsdam und Dr. Carsten Dosche, Leiter der Nachwuchsforschungsgruppe Angewandte Lasersensorik, hatten gezielt Wissenschaftler und Unternehmer gebeten, Arbeitsfelder zu schildern, auf denen mit Hilfe der Lasertechnik genauer untersucht und besser gemessen werden könnte.
Auf der Suche nach besseren Methoden ist auch Dr. Joost van Dongen vom Potsdamer Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie. Er untersucht die Rolle der Sauerstoffkonzentration beim Stoffwechsel in Pflanzen. Oder Johann Göbel von EADS in Ottobrunn und Toralf Beitz von der Universität Potsdam. Sie arbeiten an einem "explosiven" Thema und entwickeln Messverfahren, mit denen der Nachweis von Sprengstoffspuren auf Flughäfen so wenig aufwendig wie möglich durchgeführt werden kann.
Marvin Stolz, Betriebswirtschaftler in der ForMaT-Initiative InnoLaserSensor an der Universität Potsdam, arbeitet zurzeit am Masterplan für die wissenschaftliche Arbeit, die im Rahmen der BMBF-Innovationsinitiative Neue Länder "Unternehmen Region" in Phase I des Unternehmen-Region-Programms ForMaT gefördert wird. Ende 2010 sollen erste Gebrauchsmuster stehen, mit denen unter anderem Sauerstoffkonzentrationen zellgenau gemessen werden können. Der Weltmarkt für den Einsatz derartiger neuer Messgeräte wird von Experten auf etwa 2 Milliarden Dollar geschätzt.
Mehr Informationen zum InnoProfil Angewandte Lasersensorik finden Sie hier.
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/1875.php)