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Nachwuchswissenschaftler der Universität Leipzig haben beim 1. Mitteldeutschen Firmenlauf am 21. Juni 2008 ein neuartiges Fitness-Analysegerät getestet.
Der sogenannte SmartRunner ist eine Kombination von Handy, Internet und Lokalisierungstechnolgie wie zum Beispiel GPS. Die Idee: Jogger können bereits während des Trainings Geschwindigkeit, Kalorienverbrauch, zurückgelegte Strecke oder benötigte Zeit abrufen. Nach dem Laufen lassen sich die Daten am Computer analysieren und auswerten. Auf einer speziellen Community-Internetseite ist es möglich, sich mit anderen Sportlern auszutauschen.
Das SmartRunner-Team plus Maskottchen. Mit dabei die Ideengeber
Roman Belter (oben 4.v.l.) und Rolf Kluge (unten 2.v.r.).
Der Mitteldeutsche Firmenlauf – eine Veranstaltung für laufbegeisterte Firmenteams aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – war die Feuertaufe für den SmartRunner. Sven Pausch vom Projektteam berichtet: "Die Resonanz war positiv. Sehr gefallen hat uns, dass auch Nicht-Teilnehmer ein reges Interesse gezeigt haben. Außerdem konnten wir weitere Pläne mit dem Veranstalter der Firmenlaufs machen, um im September nochmals bei einer Veranstaltung auftreten zu können."
Geistige Väter der Software-Lösung sind Rolf Kluge und Roman Belter vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Leipzig. Der Prototyp wurde ebenfalls dort entwickelt. Seit Anfang des Jahres wird die Idee im Rahmen von ForMaT (Forschung für den Markt im Team) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Der "SmartRunner" besteht aus zwei Komponenten: einem GPS-fähigen Handy oder Taschencomputer und einer Website (www.smartrunner.de). Dort laden sich passionierte Jogger, Walker, Wanderer, Skater oder Radfahrer ganz einfach die kostenlose Software herunter. Nach dem Training kann jeder Benutzer seine auf dem Handy gespeicherten Daten über die Internetseite statistisch auswerten lassen. Der SmartRunner konnte bereits einen der prominentesten ostdeutschen Läufer von sich überzeugen: Doppel-Olympia-Sieger Waldemar Cierpinski testete das Gerät am Rande einer Veranstaltung Ende Mai an der Uni Leipzig während eines kurzen Probelaufs und war begeistert.
Mit dem SmartRunner forscht das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Leipzig an einem Teilgebiet der mobilen Personenortung in Verbindung mit Internettechnologien. Die Software ist allerdings nur ein möglicher Anwendungsbereich von sogenannten Moving Ambient Services (MAS). Darunter versteht man Dienste, die dem Benutzer spezifische Funktionalitäten bereitstellen, die in Beziehung zu seiner örtlichen und sich in Bewegung ständig ändernden Umgebung stehen.