.jpg)
Das InnoProfile-Projekt "Ultrasensitive Proteindetektion" hat eine Kooperationsvereinbarung mit der Firma Beckman-Coulter GmbH, Salzburg, unterzeichnet.
Das internationale Unternehmen ist einer der weltweit führenden Hersteller von Systemen und Verbrauchsmaterialien im Bereich der Klinischen Diagnostik und Life Science. Für die Wissenschaftler vom Institut für Bioanalytische Chemie der Universität Leipzig, die sich mit der Entwicklung von neuen Methoden zum Proteinnachweis beschäftigen, ist die Kooperation "ein großer Erfolg und ein Schritt in die richtige Richtung", sagt Nachwuchsforschungsgruppenleiter Dr. Thole Züchner. "Zusammen mit unserem Industriepartner wollen wir den innerhalb des Projekts entwickelten Prototypen eines Fluoreszenzreaders optimieren."
Schritt in die Zukunft der Fluoreszenzmessung
Konkret soll die Hard- und Software im Hinblick auf hochsensitive Scans weiterentwickelt werden. Fachlicher Hintergrund: Zeitaufgelöste Fluoreszenz hat gegenüber herkömmlichen Fluoreszenzmessungen den entscheidenden Vorteil, dass die oft störende Hintergrundfluoreszenz nahezu vollständig ausgeblendet werden kann. Gerade für sogenannte Proteom-Analysen, bei denen man Proteine oft in Gelen und Membranen nachweisen will, verhindert die relativ hohe Hintergrundfluoreszenz bisher eine hochsensitive Analyse. Das ist vor allem bei der Krankheitsdiagnostik und der Entwicklung von Therapeutika ein großes Hindernis.
Dr. Thole Züchner, Katrin Müller und rechts im Bild das Gerät "Paradigm".
"Paradigm": Weltweit erster Prototyp von Geräten für diese Anwendung
Das am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) installierte Gerät "Paradigm" der Beckman-Coulter GmbH repräsentiert in dieser Konfiguration weltweit den ersten Prototypen von Geräten für diese Anwendung. Ausschlaggebend für den Zuschlag sei gewesen, dass die Fakultät für Chemie und Mineralogie der Universität Leipzig eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung von hochsensitiven Proteindetektionsmethoden innehabe. Dr. Züchner erklärt: "Die bisherigen Forschungsergebnisse haben das enorme Potenzial solcher Anwendungen bereits gezeigt. Nun müssen wir gemeinsam mit Beckman-Coulter weiterhin an einer Optimierung der Hard- und Software für unsere Zwecke arbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass wir in den nächsten Jahren mit einer neuen Klasse von Fluoreszenzscannern auf dem Markt rechnen können, die zukünftige Proteom-Analysen revolutionieren werden." Ziel der längerfristig angelegten Kooperation am BBZ ist die Etablierung neuartiger Methoden zur Detektion von Proteinen mit einer zuverlässigen Steigerung der Empfindlichkeit gegenüber bisher üblichen Methoden.
Weitere Informationen zum InnoProfile-Projekt "Ultrasensitive Proteindetektion" finden Sie hier.
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/1855.php)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.uni-leipzig.de/uspdu/)