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"Das Sächsische Textilforschungsinstitut Chemnitz hat sich seinen berechtigten Platz in der deutschen und europäischen Industrieforschung erkämpft." Dieses Resümee zog Prof. Dr. Hilmar Fuchs, Vorstandsvorsitzender des STFI in seiner Eröffnungsansprache anlässlich des 15jährigen Institutsjubiläums nach der Neustrukturierung 1992/93 am 6. Juni 2008 in Chemnitz.
Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig gratulierte Fuchs, dem Geschäftsführenden Direktor Prof. Dr. Holger Erth und den rund 100 Mitarbeitern ganz herzlich. Sie bescheinigte dem STFI, dass es einen großen Beitrag für den Wiederaufstieg der Chemnitzer Industrie geleistet habe. "In Chemnitz, einer Stadt der Ingenieure, Tüftler und Macher ist der Mut schon immer ein Stückchen größer als anderswo gewesen." Das zeige sich auch in der Geschichte des Instituts: 1992 habe man das Wissen und Können in die Waagschale geworfen und sei mit viel Mut als privates Forschungsinstitut gestartet.
Magnifizenz Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, Rektor der TU Chemnitz, sagte: "Ich freue mich sehr, dass wir in den vergangenen 15 Jahren viele gemeinsame Forschungsprojekte realisieren konnten. Seit 2006 ist das STFI An-Institut der Universität, was eine noch stärkere Abstimmung in Forschungsfragen möglich macht."
Erste Reihe v.l.n.r.: Christoph Zimmer-Conrad, Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit, Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, Geschäftsführender Direktor des STFI Prof. Dr. Holger Erth. |
Flötentrio der Musikschule Chemnitz. |
Vliesstoffe einmal anders: studentisches Ausstellungsstück. |
Bereits im Vorfeld hatte Prof. Dr. Franz Rudolph, Textilbeauftragter des Freistaates Sachsen und Geschäftsführer des INNtex Innovation Netzwerk Textil e.V., das STFI gewürdigt: "Das Sächsische Textilforschungsinstitut Chemnitz ist bekannt für seine Nähe zur betrieblichen Praxis und fungiert als strategisch wichtiges Innovationszentrum für die einheimische Textil- und Bekleidungsindustrie." Der Tätigkeit des STFI sei es maßgeblich mit zu verdanken, dass sich viele mittelständische Textilhersteller aus Sachsen und den neuen Bundesländern mit innovativen Erzeugnissen auf den Weltmärkten behaupten könnten.
Mit rund 600 Partnern bzw. Auftraggebern in über 60 Ländern gehört das Chemnitzer Institut zu den international führenden Textilforschungs- und Prüfeinrichtungen. Eine weltweit anerkannte Spitzenstellung nimmt es in der Vliesstoff-Forschung sowie bei der Weiterentwicklung der 1949 in der Chemnitzer Region erfundenen Nähwirktechnologie Malimo® ein. Mit dieser Weiterentwicklung hat sich mit Unterstützung des BMBF beispielsweise der Innovative regionale Wachstumskern MaliTec beschäftigt. Wichtigste Arbeitsgebiete des Wachstumskerns waren Anwendungen der Malimo®-Technologie für den Fahrzeugbau (Innenraumausstattung, Karosserieteile), bei der Herstellung von orthopädischen Hilfsmitteln, von bewegten Maschinenteilen, von Verpackungs- und Dämmmaterialien, von Textilien zur Luft- und Wasserreinhaltung (Öl- und Chemikalienabsorption) sowie von Geotextilien für den Tiefbau. Weitere STFI-Forschungsfelder sind Mobiltextilien, Schutztextilien, Geotextilien, textile Filter und Heimtextilien. Pro Jahr bearbeitet das STFI rund 100 Forschungsvorhaben und meldet bis zu zehn Patente bzw. Schutzrechte an.
Weitere Informationen zum Innovativen regionalen Wachstumskern MaliTec finden Sie hier.
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/1034.php)
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/339.php)