Im Blickpunkt

Innovationsmanagement in den Neuen Ländern: Herausforderung und Erfolgsmodell

Das Vorbereiten, Organisieren und erfolgreiche Durchsetzen von Innovationen sowie das dazu notwendige Zusammenspiel von Wirtschaft und Wissenschaft, Politik und Verwaltung gehören zu den Herausforderungen beim Aufbau einer regionalen Wertschöpfungskette.

Das Ziel der Innovationsforenreihe "innovation live: Best Practice im Innovationsmanagement" ist es daher, den Austausch und die Umsetzung des Innovationsmanagements zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Beratern in den Neuen Ländern und Berlin zu verbessern. Im Besonderen geht es um folgende Verbesserungen:

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen
  • Motivation der Unternehmer für ein gezieltes Innovationsmanagement
  • Unterstützung der Neuen Länder und Berlins beim Ausgleich von Vernetzungsdefiziten
  • Verbesserung des Know-how-Transfers zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
  • Initiieren eines Netzwerkes zum Innovationsmanagement  - in den Ländern und länderübergreifend

Die Veranstaltungen in Berlin, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt wurden unter der Leitung der ZukunftsAgenturBrandenburg (ZAB) in Zusammenarbeit mit der t+i Technologie- und InnovationsConsult GmbH (Potsdam) sowie der HLP Management Connex GmbH (Frankfurt a.M. und Velten/Brandenburg) durchgeführt.

Bei der Abschlussveranstaltung in Berlin zog ZAB-Geschäftsführer Prof. Dr. Klaus-Peter Schulze eine erste Bilanz: "Das mit insgesamt 1.000 Teilnehmern große Interesse der ostdeutschen Wissenschaft und Wirtschaft an der Veranstaltungsreihe hat gezeigt, dass der wirtschaftliche Aufholprozess im Osten nicht nur ein Resultat guter Forschungs- und Entwicklungsergebnisse ist, sondern mindestens in gleichem Maße auf dem Einsatz eines marktorientierten Innovationsmanagementsystems beruht. Erfolg versprechende Ansätze, aber auch weiterhin bestehende Defizite wurden in über 20 Veranstaltungen aufgedeckt. Jetzt geht es darum, an der Beseitigung der Schwächen mit unserem erfolgreichen Konzept konsequent zu arbeiten. Wir und unsere Partner hoffen dabei auf die weitere Unterstützung des Bundes."

Hans-Peter Hiepe, Referatsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), machte deutlich: "Innovationen sind der Schlüssel für einen dauerhaft erfolgreichen Aufbau Ost. Darum unterstützen wir Aktivitäten, die vor allem Unternehmer und Forscher in den Neuen Ländern gezielt zusammenbringen, um dann miteinander ein belastbares Netz zu knüpfen, das mit marktgerechten Innovationen eine stabile Wertschöpfung aufbaut, Arbeitsplätze schafft und einer Region ihr technologisches Profil gibt."

 "innovation live" lebt weiter! Mit diesem Ausblick auf nächste Veranstaltungen zum Innovationsmanagement zog ZAB-Geschäftsführer Prof. Dr. Klaus-Peter Schulze eine positive Zwischenbilanz.
Hans-Peter Hiepe vom BMBF ermutigte die Forumsteilnehmer zu weiterem Engagement: "Innovation ist der Schlüssel für einen dauerhaften Aufbau Ost."
 Von der Idee zur AG - so beschrieb Unternehmer Roger König aus Dessau seinen Weg und brachte dies auf seine Erfolgsformel: Invention + Innovation + Diffusion = Erfolg.
 

Selbstverständlich standen auch bei der Bilanzveranstaltung im Konferenzzentrum am Flughafen Berlin-Schönefeld Best Practice-Beispiele im Zentrum.

Wie ein internationales Unternehmen seine Innovationen managt, stellte Uwe Heßler von Rolls Royce Deutschland mit Sitz in Dahlewitz vor: "Als deutsche Tochter einer internationalen Unternehmensgruppe stehen wir vor der Herausforderung, zum einen unser Technologieprogramm mit unserem Produkt- bzw. Kompetenzportfolio in Einklang zu bringen und zum anderen mit den Forschungs- und Technologieaktivitäten der anderen weltweiten Standorte abzustimmen, um Doppelarbeiten zu verhindern oder zumindest zu minimieren. Dazu kommt die Randbedingung der Zusammenarbeit mit dem deutschen Partnernetzwerk, d.h. Lieferanten und Wissenschaft, deren Stärken gezielt eingebunden werden sollen. Besonderes Augenmerk richtet sich hierbei auf die Integration der regionalen Partner, da sich lokale Nähe und gemeinsame Sprache in vielerlei Hinsicht positiv auszahlt."

1978 wurde in Dessau der Lackierfachbetrieb König gegründet. Heute - 30 Jahre später - gibt es dieses Unternehmen noch immer. Aus einem Einzelunternehmen wurde ein mittelständisches Unternehmen, das heute über 70 Mitarbeiter zählt. Durch die Einführung eines Innovationsmanagementsystems wurde erfolgreich die Eigenentwicklung
KS wet2 technology im Markt eingeführt und daraus eine Aktiengesellschaft gegründet. Ziel dieser AG ist das Anbieten der neu entwickelten Beschichtungssysteme auf dem internationalen Markt. "Wer Märkte bewegen will, braucht ungewöhnliche Ideen", ist sich Geschäftsführer Roger König sicher. Darum habe er sich auf die Entwicklung von Leder-Effekt-Lacken spezialisiert und setze dabei voll auf 100% wasserbasierte Systeme. Durch strategische Partnerschaften mit leistungsstarken Unternehmen des Geräte-, Anlagen- und Maschinenbaus sowie mit Instituten und Hochschulen könne man heute den Kunden individuell gewünschte Lösungen anbieten.


Weitere Informationen zum Innovationsforum "innovation live: Best Practice im Innovationsmanagement" finden Sie hier.