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Beim vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Innovationsforum "Neue Möglichkeiten beim Messen und Prüfen mit Ultraschall" am 6. und 7. Dezember 2007 in Halle an der Saale im südlichen Sachsen-Anhalt trugen 30 Referenten die neuesten Trends und Fakten zu diesem Thema vor.
Die meisten von uns bringen den Begriff Ultraschall in Verbindung mit der schönsten Sache der Welt: Nachwuchs kündigt sich an. Die Ultraschalluntersuchung beim Arzt zählt heute zum medizinischen Alltag.
Doch auch wenn die rasante Entwicklung durch Innovationen gerade in der Medizintechnik weltweit die Anwendungsmöglichkeiten von Ultraschall vergrößert hat, so stehen heute die technischen Einsatzmöglichkeiten im Flugzeug- und Fahrzeugbau sowie im Rohrleitungs- und Behälterbau im Focus des Fachinteresses.
Der Einsatz von Ultraschall in der Wachstumsbranche der Automatisierungstechnik oder Sensorik ist global auf dem Vormarsch. Deutschland zählt dabei zu den Vorreitern in Forschung und Entwicklung. Zwischen Ostsee und Zugspitze wuchs die Branche allein 2006 um 14 %. Etwa 11.000 neue Arbeitsplätze entstanden durch diesen Boom.
Beim vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Innovationsforum "Neue Möglichkeiten beim Messen und Prüfen mit Ultraschall" am 6. und 7. Dezember 2007 in Halle an der Saale im südlichen Sachsen-Anhalt trugen 30 Referenten die neuesten Trends und Fakten zu diesem Thema vor. Mehr als 120 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung und Politik waren in die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt (SLV) gekommen.
Dr. Santer zur Horst-Meyer, Physiker und Geschäftsführer der Sonotec Ultraschallsensorik GmbH in Halle, begrüßte die Teilnehmer des Forums: "Sie wissen, es ist kein Zufall, dass wir uns gerade hier in Halle an der Köthener Straße zu diesem Thema treffen." Im mitteldeutschen Raum gebe es jahrzehntelange Erfahrungen im Bereich der Erforschung und Entwicklung der Ultraschalltechnik sowie der Umsetzung der Ergebnisse in neue Produktionstechnologien.
Dr. Santer erinnerte dabei besonders an die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit u.a. in Halle, Dresden, Magdeburg und Erfurt. "Schon in den 1950er Jahren wurde Ultraschall erstmals in der Materialprüfung eingesetzt. 1951 standen die ersten Geräte für eine zerstörungsfreie Materialprüfung bereit, 1956 baute Carl Zeiss Jena das erste Ultraschallgerät für die Medizintechnik, 1959 brachte Manfred von Ardenne in Dresden den ersten Focoscanner auf den Markt. Wir gehörten weltweit zu den Besten."
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Auf großes Interesse stießen auch die Informations-stände der Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. |
Neueste Herausforderung an die Innovationskraft beim Einsatz von Ultraschall seien die Materialprüfung von Kohlenfaserstoffen bei Bauteilen der Flugzeugtypen A-340 und A-380 in Dresden.
Durchgesetzt, aber mit ständigem Innovationszwang konfrontiert, hat sich die Prüf- und Messtechnik mit Ultraschall zum Beispiel bei den Revisionen von Kesselwagen sowie von Radsätzen der Bahn oder auch von Schweißnähten beim Pipeline-Bau.
Auf eine revolutionäre neue Ultraschall-Technik machten Stefan Langrock von der SLV Halle und Günter Nowak vom TÜV Nord aufmerksam. Mit TOFD (Time of Flight Diffraction) wird ein mobiles Mess- und Prüfsystem den Markt erreichen. Es misst vereinfacht gesagt die Laufzeit von Ultraschallwellen zwischen festgelegten Punkten im zu prüfenden Material. Die Technologie arbeitet digital und liefert schnell und vor Ort die benötigten Prüfergebnisse.
Ziel des Innovationsforums ist der Aufbau eines Netzes aus Forschern, Unternehmern, Politikern und Verwaltungsexperten zur Stärkung der Ultraschalltechnik. Diese Zusammenarbeit soll helfen, Forschungsergebnisse zügig in marktgerechte Produkte umzusetzen und die Wertschöpfung in der Region kontinuierlich zu steigern.
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/2093.php)
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