Im Blickpunkt

Zweites öffentliches Statusseminar beim Dresdner Wachstumskern inno.zellmet

Nach zweieinhalb Jahren Förderzeit haben sich die Netzwerkpartner des Innovativen regionalen Wachstumskerns inno.zellmet zu ihrem zweiten öffentlichen Statusseminar getroffen. Dabei ging es natürlich um den Stand der Forschungs- und Entwicklungsarbeit, aber auch um ein Marketingkonzept und die Ansprache von potentiellen Kunden.

Nach zweieinhalb Jahren Förderzeit haben sich die Netzwerkpartner des Innovativen regionalen Wachstumskerns inno.zellmet im Juli zu ihrem zweiten öffentlichen Statusseminar getroffen. Unter der Federführung von Wolfgang Hungerbach (Glatt Systemtechnik GmbH) und Dr. Olaf Andersen (Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Materialforschung - IFAM) präsentierten die Projektleiter den status quo ihrer Forschungs- und Entwicklungsarbeit. 

Marketingkonzept

Zuvor hatte die Marketingagentur Wehrle aus Freiburg den Netzwerkpartnern ein überzeugendes Marketingkonzept mit ersten Ideen für Produktfamilien und -namen vorgestellt. Die Umsetzung der Vermarktungsideen soll zukünftig von einem Verein realisiert werden. Durch die Vereinsgründung wollen die Netzwerkpartner ihre erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich zellulare metallische Werkstoffe auf eine verlässliche und dauerhafte Grundlage stellen.

Erfolgreicher Kundenworkshop

Einen großen Schritt weitergekommen sind die inno.zellmet-Partner bei der gezielten Ansprache von potentiellen Kunden. Wie Wolfgang Hungerbach informierte, fand im ersten Halbjahr ein erster Kundenworkshop zum Thema Explosionsschutz in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig statt. Das Interesse aus der Industrie war groß: 30 Firmen informierten sich über hochtemperaturbeständige Faserstrukturen für den Maschinen-Explosionsschutz, die im Rahmen des inno.zellmet-Teilprojekts HOTFAS entwickelt wurden. Im Nachgang sind aus den  Workshop-Kontakten mehrere langfristige Kooperationen entstanden.
 
Für Februar 2008 plant inno.zellmet einen weiteren Kundenworkshop zum Thema "Hochtemperaturfeste Hohlkugelstrukturen zur Schall- und Schadstoffreduzierung ". Initiiert von den MASCHA-Projektpartnern wird er am IFAM in Dresden stattfinden.

Luftschokolade aus Metall

Der Innovative regionale Wachstumskern inno.zellmet entwickelt Metallfasern und Hohlkugelstrukturen. Die Forschungsarbeit der Wissenschaftler gliedert sich in vier Teilprojekte: MAKOMP entwickelt leichte und steife Hohlkugelkomposite, ein neuartiges Material, das an Luftschokolade aus Metall erinnert - sehr fest, schwingungsdämpfend und trotzdem leicht. Daraus sollen künftig Maschinenteile gefertigt werden. MASCHA untersucht die Möglichkeiten der Geräuschdämmung mithilfe dieser Hohlkugelkomposite. Beim Teilprojekt CASMEDUM werden die Oberflächen von Metallfasern für Sauerstoff-Generatoren oder Bio-Sensoren erforscht und bearbeitet. Als viertes Teilprojekt entwickelt HOTFAS hochtemperaturbeständige Faserstrukturen für den Maschinen-Explosionsschutz, für Poren-Brenner und für Katalysatoren. Im Wachstumskern arbeiten 17 Industrie- und sechs FuE-Partner zusammen.
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