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Der Bedarf an Innovationen im Bereich minimalinvasiver Operationen ist sehr groß. Minimalinvasive Operationstechniken, Mikrosystemtechnik sowie Bildgebung und -verarbeitung werden in der Medizintechnik-Branche in den nächsten fünf Jahren zu zentralen Schlüsseltechnologien avancieren.
Innovative Medizintechnik aus Magdeburg soll zukünftig neuartige, minimalinvasive, kathetergestützte Eingriffe in den Bereichen Neurologie, Tumortherapie und Orthopädie ermöglichen. Eine siebenköpfige, interdisziplinäre Nachwuchsforschungsgruppe der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg arbeitet daran.
Sie wird sogenannte intelligente Katheter für medizinische Diagnose- und Therapieverfahren entwickeln, die sich innerhalb des menschlichen Körpers gezielt zum Krankheitsherd navigieren lassen. Bei minimaler Strahlenbelastung sollen diese Katheter durch integrierte Sensoren an der Katheterspitze aussagekräftige medizinische Diagnosen liefern und gleichzeitig mit Hilfe von Mikrowerkzeugen an Ort und Stelle Therapien beginnen. Der Eingriff geschieht unter einem speziellen Röntgensystem oder innerhalb eines Magnetresonanztomografen (MRT), damit die Position und die Bewegung des Katheters ständig beobachtet und kontrolliert werden kann.
Die neuartigen Funktionalitäten der Katheter beschleunigen die Operation, verbessern die Ergebnisse und verringern die Belastung für den Patienten. Zusätzlich sinken mit dieser Methode die Kosten des Eingriffs.
In das Projekt sind kleine und mittlere Unternehmen der Region eingebunden, die die wissenschaftlichen Ergebnisse der Nachwuchsforschungsgruppe in anwendungsreife Produkte umsetzen.
Die Nachwuchsforschungsgruppe wird in der fünfjährigen Projektlaufzeit folgende Zielstellungen bearbeiten:
Das Vorhaben dient der Entwicklung von Führungskathetern, die unter ständiger Röntgen- und MRT-Kontrolle verwendet werden. Dabei liegen die Schwerpunkte auf folgenden Elementen und Komponenten, die bis zum Forschungsdemonstrator entwickelt werden sollen:
Des Weiteren sind als Querschnittstechnologien die Kunststofftechnik (z.B. Mikrospritzguss) und die Integrationstechnik (z.B. Laserschweißen) eingebunden. Die Kathetertechnologien werden nach genauer Analyse der medizinischen Anforderungen und des medizinischen Workflows in enger Zusammenarbeit mit den medizinischen Experten vor Ort entwickelt.
Die medizinischen Partner des Projekts am Universitätsklinikum Magdeburg sind:
In das Projekt sind 18 kleine und mittlere Unternehmen der Region eingebunden. Eine Erweiterung um strategische und assoziierte Partner ist geplant.
Prof. Dr. rer. nat. Georg Rose und Prof. Dr. rer. nat. Bertram Schmidt
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Universitätsplatz 2
39106 Magdeburg
E-Mail: georg.rose@ovgu.de und bertram.schmidt@ovgu.de
Tel.: (0391) 67 18 862 und (0391) 67 18 399