
Die ZieleDas Institut für Mikrobiologie der Greifswalder Universität verfügt über eine langjährige Expertise in der funktionellen Proteomanalyse der Bakterien. Das strategische Ziel im Greifswalder ZIK-FG besteht darin, diese in den vergangenen 15 Jahren gesammelte Proteomexpertise gezielt in die Medizinische Fakultät zu übertragen. Mit dieser strategischen Ausrichtung wird sich nicht nur die Forschungslandschaft der Universität entscheidend ändern, sondern auch ihr Ausgründungspotenzial deutlich erhöht.
Der künftige Forschungsfokus umfasst drei Hauptfelder:
In der mikrobiologischen Arbeitsgruppe steht ein systembiologischer Ansatz im Fokus, der unter Einsatz der Proteomanalyse zu einem umfassenden Verständnis der Physiologie bakterieller Wachstumsprozesse führen soll. Da gerade Bakterien in einer Vielzahl biologischer Verfahren eine große Rolle spielen, ist diese neue Sicht auf bakterielle Lebensprozesse für viele verschiedene Industriezweige von erheblichem Interesse und bietet für Ausgründungen ein großes Marktpotenzial.
Die zweite Säule hat bakterielle Infektionsprozesse (Wechselwirkung zwischen pathogenen Bakterien und Mensch) im Blickpunkt. Die Erkenntnisse aus der funktionellen Genomanalyse werden genutzt, um bakterielle Infektionskrankheiten besser verstehen und bekämpfen zu können. Damit wird eine solide Brücke zwischen Mikrobiologie und Medizin gebaut.
Die dritte Säule beschäftigt sich mit der funktionellen Genomanalyse in der molekularen Medizin, wobei die Verbindung von "Community Medicine" und funktioneller Genomforschung ein Alleinstellungsmerkmal für Greifswald darstellt. Mit Hilfe der Proteomanalyse werden krankheitsrelevante Proteine in Seren identifiziert und neue diagnostische oder prognostische Tools (z. B. Proteinchips) entwickelt. Damit ergibt sich die für Deutschland einzigartige Möglichkeit, altersgruppenabhängige Standards für groß angelegte klinische Studien (an mehr als 5000 Probanden) mit diagnostischen Parametern aus der vergleichenden Proteomanalyse zu verbinden.
Daneben werden die drei Kernkomponenten des ZIK durch mehrere Nahtstellen eng miteinander vernetzt, ob bei Erstellung von Proteomsignaturbibliotheken zur Testung der Wirkung und Nebenwirkung von etablierten und neuen Wirkstoffen, ob bei der gemeinsamen Entwicklung diagnostischer Proteinchips oder beim Einsatz der Proteomanalyse zur Qualitätskontrolle industrieller Enzyme und Biopharmazeutika.
Mit dem Ausbau des Zentrums ist die Etablierung von zwei unabhängigen Nachwuchsgruppen in den Gebieten Funktionelle Genomforschung/Angewandte Bioinformatik und Toponomics verbunden.
Prof. Dr. Michael Hecker, Institut für Mikrobiologie - Sprecher
Prof. Dr. Heyo Kroemer, Institut für Pharmakologie - Stellvertreter
Prof. Dr. Uwe Völker, AG Funktionelle Genomforschung
PD Dr. Thomas Schweder, Institut für Mikrobiologie
Prof. Dr. Michael Hecker
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Institut für Mikrobiologie
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 15
17487 Greifswald
Tel.: (0 38 34) 86 42 00
Fax: (0 38 34) 86 42 02
E-Mail: hecker@uni-greifswald.de
http://www.functional-genomics.uni-greifswald.de/
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.functional-genomics.uni-greifswald.de/)