Im Blickpunkt

Amovis GmbH brennt für inno.zellmet

Die Berliner Amovis GmbH ist neuer Partner im Netzwerk des Innovativen regionalen Wachstumskerns inno.zellmet.

Das Dresdner Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, entwickelt neue Werkstoffe und Bauteile aus Metallfasern und Hohlkugelstrukturen. Die Entwickler von Amovis steigen in das Teilprojekt HOTFAS ein, das hochtemperaturbeständige Faserstrukturen für den Maschinen-Explosionsschutz, für Poren-Brenner und für Wärmetauscher entwickelt. Die Berliner haben sich bisher vor allem in der Fahrzeugindustrie einen Namen gemacht und ein System patentiert, das einen großen Teil der Fahrzeug-Abwärme in mechanische bzw. elektrische Energie umwandelt. Damit lässt sich Kraftstoff sparen und die Emission von Abgasen reduzieren.
Dr. Olaf Andersen (rechts) und Wolfgang Hungerbach mit Ringen aus zellularen Metallfasern.
Luftschokolade aus Metall
Neben HOTFAS wird bei inno.zellmet in drei weiteren Teilprojekten geforscht: MAKOMP entwickelt leichte und steife Hohlkugelkomposite - ein neuartiges Material, das an Luftschokolade aus Metall erinnert - sehr fest und trotzdem leicht. Daraus sollen künftig Maschinenteile gefertigt werden. MASCHA untersucht die Möglichkeiten der Geräuschdämmung durch Hohlkugelstrukturen. Beim Teilprojekt CASMEDUM werden die Oberflächen von Metallfasern für Sauerstoff-Generatoren oder Bio-Sensoren erforscht und bearbeitet.

Erster Meilenstein erreicht
Nach anderthalb Jahren Förderzeit haben die inno.zellmet-Wissenschaftler bereits einen ersten Meilenstein erreicht. Erste viel versprechende Forschungsergebnisse und Produktideen wurden von den Projektleitern unter der Federführung von Wolfgang Hungerbach (Glatt Systemtechnik GmbH) und Dr. Olaf Andersen (IFAM) auf einer Tagung im Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Materialforschung (IFAM) Ende September 2006 präsentiert. Die Vertreter der Netzwerkpartner - neun wissenschaftliche Institute und 16 Unternehmen - legten außerdem die weitere Strategie fest. In den kommenden 18 Monaten der Förderzeit steht nun die Entwicklung und Umsetzung der Marketingstrategie an. In Kundenworkshops werden potentielle Kunden über die Eigenschaften und Vorteile der neu entwickelten inno.zellmet-Materialien informiert. Anfang nächsten Jahres soll außerdem die Firma hollomet ausgegründet werden, die die neuen Werkstoffe und erste Produkte fertigt.