
Nach sechs Jahren intensiver InnoRegio-Projektarbeit zogen die Musicon-Valley-Partner am 5.12.2006 bei ihrem abschließenden Statusseminar Bilanz.
"Tradition allein reicht nicht, man muss sie mit Innovation verbinden, um langfristig bestehen zu können." Dies ist eines der Erfolgsrezepte, mit dem die vogtländischen Musikinstrumentenhersteller inzwischen weltweit punkten. Nach sechs Jahren intensiver InnoRegio-Projektarbeit zogen die Musicon-Valley-Partner am 5.12.2006 bei ihrem abschließenden Statusseminar Bilanz. Simone von der Ohe, Geschäftsstellenleiterin von Musicon Valley präsentierte die Ergebnisse: "Mit über 200 Partnern haben wir ein Fördervolumen von 8,8 Mio Euro umgesetzt und 63 Projekte gestemmt - von Medizin über Bildung bis hin zur Fachkräftesicherung." Durch die InnoRegio-Arbeit wurden zum Beispiel historische vogtländische Musikinstrumente rekonstruiert, ein wechseltöniges Bandoneon entwickelt, Präventions- und Rehabilitations-Konzepte für musikerspezifische Erkrankungen erstellt, an Spezial-Lacken für Instrumentencorpi geforscht und eine neue Kontrabassform entwickelt.
Veit Schindler (links), Geschäftsführer des Holzblasinstrumentenherstellers Mönnig-Adler, und Musicon-Valley-Marketingleiter Frank Bilz mit dem im Rahmen eines InnoRegio-Projekts entwickelten Kontra-Fagott.
Gesicherte Arbeitsplätze
Die Musicon Valley-Initiatoren sind stolz darauf, vorhandene Arbeitsplätze in der Region zu erhalten. Netzwerkpartner Stefan Nestler, Geschäftsführer des Streichinstrumentenherstellers Mastri, hat konkrete Vergleichszahlen parat: "Im fränkischen Bubenreuth hat sich die Zahl der Beschäftigten zwischen 1995 und 2005 von 3.000 auf 300 verringert." Dass die Lage im Vogtland im Vergleich dazu stabil geblieben ist, sei ein klarer Erfolg für die Initiative.
Musicon Valley macht weiter
Musicon Valley wird es auch in Zukunft geben: Die Geschäftsstelle arbeitet weiter als Servicebüro für die Instrumentenhersteller, unterstützt beim Marketing, berät bei der Fördermittelsuche und macht sich für die Aus- und Weiterbildung stark. Hier engagieren sich Simone von der Ohe und Marketingleiter Frank Bilz für ein ambitioniertes Projekt: die Etablierung einer privaten internationalen Schule für Musikinstrumentenbauer.
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/273.php)