Im Blickpunkt

Innovationsforum Nachhaltige Baustoffe am 23./24.11.2006 in Nordhausen

"Kooperationsverbund Baustoffe - Nachhaltige Produkt- und Technologieentwicklung" will Wachstumskern werden

2,5 Prozent der Gesamtfläche des Landkreises Nordhausen wird für die Gewinnung von Baurohstoffen (z.B. Sand, Kies, Gips, Kalkstein, Grauwacke) genutzt. Gut 50 Prozent aller Naturgipse in Deutschland liegen in der landschaftlich so reizvollen Gegend des südlichen Harzvorlandes. Auf 660 ha werden Kiessande in der Goldenen Aue des Landkreises Nordhausen gefördert. Insgesamt arbeiten in Nordthüringen 22 Unternehmen an der Gewinnung von Baurohstoffen und 16 an deren Weiterverarbeitung.

Diese Kompetenz versammelte sich beim Innovationsforum "Nachhaltige Baustoffe" in der Fachhochschule Nordhausen. In zahlreichen Workshops standen folgende Themen im Mittelpunkt der Diskussionen:
- Eigenschaftsbestimmende Beimengungen in Baustoffen
- Verbesserung des Betons mit Blick auf Einfluss von Tausalz und Frost
- Reduzierung der schädlichen Alkali-Kieselsäure-Reaktionen
- Einsatz recycelter und nachwachsender Rohstoffe in Baustoffen
- Einsatz alternativer Energien in der Baustoffherstellung

Die beiden Initiatoren des Innovationsforums,
Dipl.-Ing. Horst Huck und Dr. Norbert Meinert.
Besonders durch die Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Nordhausen, Cottbus, Freiberg und Lüneburg konnte folgendes Zwischenergebnis vorgestellt werden: Die Qualität der Baurohstoffe in der Nordthüringer Region rings um Nordhausen ermöglicht eine Verbesserung der Gebrauchseigenschaften z.B. von Beton. Mit Hilfe umfangreicher Forschungsarbeiten könnten die Unternehmer in absehbarer Zeit u.a. Beton anbieten, der beim Straßenbau eingesetzt wird und widerstandsfähiger gegen Tausalze ist sowie Lärm reduzieren kann. Zudem kann die gesamte Wertschöpfungskette von Gewinnung und Verarbeitung der Baurohstoffe in der Region Nordhausen realisiert werden. Damit werden Arbeitsplätze gesichert sowie schrittweise neue geschaffen.

Dr. Norbert Meinert, Geschäftsführer der Hydrogeologie Nordhausen GmbH und einer der Initiatoren des Innovationsforums, formulierte abschließend: "Die knapper werdenden Ressourcen an Baurohstoffen und verfügbarer Energie für deren Verarbeitung und der durch die Bauherren erzeugte Kostendruck verlangen nach deutlicher Effizienzsteigerung. Dies wird dauerhaft nur durch Innovationen gelingen. Wir als Unternehmer wollen die Tradition und Kompetenz unserer Region nutzen und gemeinsam mit Wissenschaftlern an diesen Innovationsmöglichkeiten arbeiten. Unser Ziel ist die Entwicklung eines Innovativen Regionalen Wachstumskerns innerhalb der BMBF-Innovationsinitiative Unternehmen Region."