Im Blickpunkt

InnoPlanta-Forum am 20.11.2006 in Magdeburg

Bundesforschungsministerium stärkt Züchtungsforschung in Sachsen-Anhalt

Voraussichtlich 40 Millionen Euro wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung in den kommenden Jahren investieren, um die Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ) im sachsen-anhaltinischen Quedlinburg auszubauen. Vorgesehen ist dort unter anderem eine neue Einrichtung, die sich mit Sicherheit in der Pflanzenzüchtung befassen soll.Parallel dazu fördert die Landesregierung Sachsen-Anhalts den Ausbau des Bioparks Gatersleben. Herzstück dieser Anlage ist das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK).Mit einer einzigartigen Partnerschaft von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft soll der Standort Gatersleben im östlichen Harzvorland zur profilgebenden Einrichtung dieser Region werden.

Gatersleben.
Darüber informierte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Prof. Wolfgang Böhmer auf dem InnoPlanta-Forum am 20.11.2006 in Magdeburg. Dabei unterstrich er: "Die Pflanzenzüchtung in und um Quedlinburg hat eine hundertjährige Tradition. Ich freue mich, dass wir diese Kompetenz gemeinsam mit dem Bund nutzen, um die schon alte Wissenschaft der Biotechnologie weiter zu entwickeln. Die dabei zu findenden neuen Instrumente werden helfen, die Züchtung von Pflanzen präziser, sicherer und schneller zu machen."

Das InnoPlanta-Netzwerk kam dieser Tage in die Schlagzeilen, nachdem grünes Licht für den Versuchsanbau von genetisch verändertem Winterweizen in Gatersleben gegeben wurde. Die Wissenschaftler wollen damit an der Erhöhung des Eiweißgehaltes im Weizen arbeiten.