
Innovationsforum Nanobasierte Umwelttechnologie in Jena
Auf dem Jenaer Innovationsforum Nanobasierte Umwelttechnologie am 9. und 10. November 2006 haben Unternehmer und Wissenschaftler aus ganz Europa zentrale Fragen der Umwelttechnologie diskutiert. Ziel der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Tagung war es, eine Ressourcenbündelung in Mitteldeutschland anzustoßen. Dadurch soll die Umwelttechnik zu einem wirtschaftlichen Schwerpunkt werden, der neue Arbeitsplätze bringt.
Das Innovationsforum wurde von TIP (Technologie- und Innovationspark Jena GmbH), IEFP (Institut für Europäische Forschungen und Projekte Wolffen) und UFZ (Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH) organisiert.
Unternehmer und Wissenschaftler diskutierten zentrale Fragen der Umwelttechnologie.
Durch die Verknüpfung von Umwelttechnologie (Entwicklung und Einsatz spezieller Verfahren zum Schutz der Umwelt oder zur Wiederherstellung bereits geschädigter Ökosysteme) mit Nanowissenschaften soll eine neue Generation von Anlagen und Verfahren mit einer höheren Qualität entstehen. Derzeit gibt es beispielsweise noch kein Schnellverfahren, mit dem arsenverseuchtes Trinkwasser gereinigt werden kann - ein großes Umweltproblem in Entwicklungsländern. Umweltexperten erhoffen sich durch den Einsatz von Nanotechnologien neue Lösungen.
Die Region Sachsen / Thüringen / Sachsen-Anhalt ist im Bereich Umwelttechnik bereits heute gut aufgestellt. Hier konzentrieren sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Umwelttechnik, der Werkstoffforschung und der Naturwissenschaften. Die Vision der Organisatoren des Innovationsforums: Ein leistungsfähiges Netzwerk verknüpft in Zukunft die Bedürfnisse der Unternehmen mit dem Know-how der regionalen Forschungseinrichtungen, Ressourcen werden gebündelt und Synergien genutzt. Dadurch partizipiert Mitteldeutschland am Wachstum des Umweltmarktes.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich der Umweltschutz in Deutschland zu einem Wirtschafts- und Standortfaktor entwickelt. Deutschland nimmt heute gemeinsam mit den USA eine führende Position auf dem Weltmarkt ein. Nahezu jedes fünfte auf dem Weltmarkt gehandelte Umweltprodukt kommt aus Deutschland. In Deutschland bieten über 10.000 Unternehmen Umweltschutzgüter, Umweltschutzdienstleistungen und umweltfreundliche Produkte an.
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/1527.php)