
Die Wirtschaftsregion Chemnitz hat eine lange Tradition auf dem Gebiet der Textiltechnik und der Textilforschung. Um auch zukünftig im internationalen Wettbewerb zu bestehen, ist sie jedoch auf innovative Produkte mit einem Zusatznutzen gegenüber preiswerteren Konkurrenzprodukten angewiesen. Auf dem Gebiet der technischen Textilien bestehen diesbezüglich gute Aussichten. Im Rahmen der Initiative "InnoZug" sollen Zugmittel aus hochfesten synthetischen Textilien untersucht und neue Herstellungsverfahren entwickelt werden, die zukünftig eine Integration von sensorischen und mechanischen Zusatzelementen ermöglichen werden. Die Hochschule ist mit Forschungseinrichtungen auf den Gebieten der Textiltechnik und der faseroptischen Messtechnik sowie mit regionalen Herstellern von Zugmitteln und fördertechnischen Anlagen verbunden. So können die Ergebnisse der Forschungsarbeiten in zukünftige Produktgenerationen umgesetzt werden, die der Region einen Innovationsvorsprung sichern.
Ziel des Projektes ist es, die Vorteile moderner Hochleistungsfasern für innovative Produkte im Bereich der Fördertechnik wie z.B. verbesserte Zugmittel oder völlig neue Fördersysteme nutzbar zu machen. Dazu muss zunächst die Lebensdauer bekannter Zugmittel, Seile und Fasertypen eingehender untersucht werden, um die Grundlagen für einen breiteren Einsatz zu schaffen. Eine Herausforderung stellt dabei die rechtzeitige Erkennung von Verschleiß und Schäden v. a. im Inneren von Seilstrukturen dar. Diese soll durch Verfahren zur messtechnischen Überwachung bzw. Integration sensorischer Fasern gemeistert werden.
Ein weiteres Forschungsziel betrifft die Herstellung von textilen Strukturen mit mechanischen Zusatzelementen wie z.B. Bolzen. Durch Untersuchungen zur Auswahl geeigneter Fasermaterialien sowie durch eine Optimierung der Verarbeitungsparameter können die Anforderungen an derartige Zugmittel in Bezug auf Steifigkeit, Teilungsgenauigkeit der Bolzen sowie Haltbarkeit der Gesamtstruktur erfüllt werden. Dabei kann auf die regionalen Kompetenzen textiltechnischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen zurückgegriffen werden.
Die Spanne des Projekts reicht vom hochfesten Faserseil zum Einsatz in Kränen und Hebezeugen über Systeme zur Überwachung des Sicherheitszustands von Faserseilen und Zugmitteln bis hin zu völlig neuen Fördersystemen zum Transport von Stückgut, bei denen textile Strukturen mit eingearbeiteten Bolzen als Zugmittel dienen. Die technologie- und branchenspezifische Zusammenarbeit von Hochschule, Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen ist ein wichtiger Bestandteil des Forschungsprojekts. Gilt es doch die Innovationsfähigkeit der Region zu stärken und Fachkräfte für Wissenschaft und Wirtschaft gleichermaßen zu gewinnen und auszubilden.
Im Rahmen der Initiative werden Forschungsarbeiten durchgeführt, die von systematischen, experimentellen Untersuchungen an hochfesten Faserseilen über Versuche zur Einarbeitung sensorischer Elemente in textile Strukturen bis hin zur Entwicklung prototypischer Lösungen für neue Zugmittel und komplette Fördersysteme reichen. Die auszuführenden Tätigkeiten sind schwerpunktmäßig zu folgenden Projekten zusammengefasst:
Im Rahmen des Forschungsvorhabens kooperieren die Forschungseinrichtungen
die Hersteller von Zugmitteln
die Hersteller von Fördertechnik
sowie der Faser- und Fadenhersteller
Prof. Dr.-Ing. K. Nendel (Koordinator)
Technische Universität Chemnitz
IMK, Professur Fördertechnik
Reichenhainer Str. 70
09126 Chemnitz
Tel.: (0371) 531 32 323
Fax: (0371) 531 23 119
E-Mail: klaus.nendel@mb.tu-chemnitz.de
Dipl.-Ing. Markus Michael (Nachwuchsforschungsgruppenleiter)
Technische Universität Chemnitz
IMK, Professur Fördertechnik
Reichenhainer Str. 70
09126 Chemnitz
Tel.: (0371) 531 32 340
Fax: (0371) 531 23 119
E-Mail: markus.michael@mb.tu-chemnitz.de
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(URL: http://www.tu-chemnitz.de/projekt/InnoZug/)