

Das Anfluten eines Arzneimittels zum Ort seiner Wirkung im menschlichen Körper erfolgt durch ein komplexes Zusammenspiel extrem dynamisch, diskontinuierlich und gleichzeitig ablaufender körperlicher Prozesse.
Bisherige Konzepte der Anflutung zum Wirkort gehen in der Regel von einer kontinuierlichen Magen-Darm-Passage der Arzneiformen aus. Gleichzeitig nimmt man die Existenz großer Lösungskapazität im Darm (der bisher durchgängig als wassergefüllter Schlauch behandelt wird) sowie eine passive Überwindung der Darmbarriere gefolgt von der Verteilung zum Ort der Wirkung an. In diesen Konzepten ist das Anfluten allein von den physikochemischen Eigenschaften des Arzneistoffes abhängig. Sie bilden allerdings die physiologische Wirklichkeit falsch ab und lassen einige Erkenntnisse über die Funktion des Darmes sowie über die Rolle aktiver Transporter auf dem Weg zum Wirkort der Arzneistoffe vollständig unberücksichtigt.
Die Nachwuchsforschungsgruppe beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer innovativer Verfahren für die Erprobung und Zubereitung von Arzneimitteln, die alle bisherigen Erkenntnisse berücksichtigen. Gebildet wird die Forschungsgruppe im Research Center for Pharmacology and Experimental Therapeutics der Universität Greifswald. In der Forschungsgruppe werden bevorzugt Absolventen der Pharmazie, Medizin und Humanbiologie arbeiten, die eine Fachqualifikation auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung und -entwicklung anstreben und ihre Entwicklungsergebnisse als Grundlage einer zukünftigen Anwendung in der regionalen Wirtschaft bzw. in eigenen Unternehmen begreifen.
Das Hauptziel der Nachwuchsforschungsgruppe besteht darin, neue Konzepte, Methoden und Verfahren für die vorklinische und klinische Erprobung sowie für die pharmazeutische Zubereitung bereits bekannter und neuer Arzneimittel zu entwickeln. In den bereits bestehenden Konzepten der Anflutung zum Wirkort werden wesentliche Erkenntnisse außer Acht gelassen. Deshalb muss bei der Entwicklung der neuen Methoden besonders die physiologische Funktion aktiver Arzneistofftransporter berücksichtigt werden.
Die Nachwuchsforschungsgruppe soll sich bevorzugt solchen Forschungsvorhaben der Transporterpharmakologie widmen. Von den Ergebnissen dieser Projekte können Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, der Biotechnologie, der Wirkstoffprüfung, der Tierproduktion und des Gerätebaus unmittelbar profitieren.
Die Nachwuchsgruppe wird thematisch in den folgenden Modulen arbeiten:
Prof. Dr. Werner Siegmund
Universität Greifswald
Institut für Pharmakologie
Loefflerstr. 23d
17487 Greifswald
Tel.: 03834 / 8656-32
Fax: 03834 /8656-31
E-Mail: siegmuw@uni-greifswald.de
Internet: www.cdat-greifswald.de
Dr. Stefan Oswald (Nachwuchsforschungsgruppenleiter)
Universität Greifswald
Institut für Pharmakologie
Loefflerstr. 23d
17487 Greifswald
Tel.: 03834 / 8656-42
Fax: 03834 / 8656-31
E-Mail: stefan.oswald@uni-greifswald.de
Internet: www.cdat-greifswald.de
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