
Das Förderprogramm "Innovative regionale Wachstumskerne" richtet sich an regionale Kooperationen, die über eine Plattformtechnologie oder das Potenzial hierfür verfügen und wesentliche Alleinstellungsmerkmale in ihrem Kompetenzbereich aufweisen.
Das Förderprogramm "Innovative regionale Wachstumskerne" startete 2001 mit dem Ziel, die in Ostdeutschland vorhandenen Kompetenzen und Potenziale wirkungsvoll zu nutzen und systematisch weiterzuentwickeln. Das Programm fördert Bündnisse aus Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die entweder bereits über eine gemeinsame, besondere Technologieplattform in ihrer Region verfügen oder das Potenzial für die Entwicklung einer solchen Plattform besitzen.
Die einzigartige Kompetenz einer Region kann zum Beispiel das Beherrschen bestimmter Technologien und Verfahren oder die besondere Verarbeitung von Materialien sein. Oftmals sind diese Alleinstellungsmerkmale in einer langen regionalen Tradition begründet und in Unternehmen und Forschungseinrichtungen verankert oder durch Patente geschützt.
Von den Bündnissen verlangt das BMBF eine fundierte marktorientierte Strategie, um langfristig innovative, am Markt erfolgreiche Produkte zu entwickeln und die regionale Wertschöpfung zu steigern. Im günstigsten Fall kann dies der Anfang eines "Cluster-Prozesses" sein.
Das Programm wurde mit den neuen Förderrichtlinien vom Juni 2007 entscheidend weiterentwickelt. Es besteht nun aus zwei unterschiedlichen Modulen für verschiedene Zielgruppen mit verschiedenen Bewerbungsverfahren.
Modul WK Potenzial (neu):
In Ostdeutschland gibt es viele Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die über hervorragende aktuelle Forschungsergebnisse mit hohem Innovationspotenzial verfügen. Die regionalen Unternehmer profitieren aber oftmals zu wenig von diesem vorhandenen Wissen, der Transfer in die Betriebe funktioniert nicht oder zu langsam. Hier setzt WK Potenzial an: Das neue Programm-Modul soll den Transfer dieser Ergebnisse in die regionalen Unternehmen beschleunigen und den Aufbau einer regionalen Technologieplattform ermöglichen. Das BMBF erleichtert mit dem neuen Modul vielen Bewerbern den Zugang zum Wachstumskern-Programm.
Kernmodul Wachstumskerne:
Initiativen, die sich für dieses Modul bewerben, müssen bereits über herausragende Technologien oder Verfahren mit bestimmten Alleinstellungsmerkmalen verfügen ("Technologieplattform" oder "Problemlösungsplattform"). Dieser Teil des Förderprogramms existiert bereits seit 2001.
Das Programm "Innovative regionale Wachstumskerne" wurde wissenschaftlich begleitet. Das Malik Managementzentrum St. Gallen hat die Erfahrungen und Fortschritte der geförderten Wachstumskerne evaluiert und damit eine fundierte Dokumentation und Analyse des Wachstumskern-Programms ermöglicht. In der Ausgabe 3/2005 des Magazins "Unternehmen Region" sind wesentliche Ergebnisse der Begleitforschung zusammengefasst.
| Kernmodul Wachstumskerne | Modul WK Potenzial | |
| Ziele | Durch das Kernmodul Wachstumskerne werden unternehmerisch agierende regionale Bündnisse gefördert, die bereits über einen klaren thematischen Fokus (Technologie- oder Problemlösungs-plattform) verfügen, der Synergieeffekte zwischen den einzelnen Aktivitäten ermöglicht. Auf Basis dieser vorhandenen Kernkompetenz entwickeln die beteiligten Partner gemeinsam marktfähige Innovationen und entsprechende Strategien für wichtige Märkte. | Mit dem neuen Programm-Modul verfolgt das BMBF das Ziel, aktuelle Forschungsergebnisse aus Hochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen mit hohem Innovations- und Wachstumspotenzial möglichst frühzeitig für Innovationen und eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen zu nutzen. WK Potenzial soll Forscher und Unternehmer aus dem regionalen Umfeld motivieren, aktuelle Forschungsergebnisse in Bezug auf ihr Potenzial für den Aufbau einer regionalen Technologie- und Problemlösungsplattform zu überprüfen. Die neue Plattform soll dann schnellstmöglich in Form eines industriellen Verbundes aus Hochschule bzw. öffentlicher Forschungseinrichtung und geeigneten Unternehmen in der Region etabliert werden. |
| Antragsteller | Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Hochschulen und außeruniversitäre Forschungs- und Bildungseinrichtungen, die ihren Sitz innerhalb einer gemeinsamen Region haben. | Antragsberechtigt sind Hochschulen, öffentliche Forschungseinrichtungen sowie kleine und mittlere Unternehmen in den Neuen Ländern, die ihren Sitz innerhalb einer gemeinsamen Region haben (räumliche Entfernung kleiner gleich 50 km). |
| Fördergebiet | Neue Länder | Neue Länder |
| Bedeutung der Region | Teilnahmeberechtigt sind nur Initiativen aus den Neuen Ländern, deren funktionaler Zusammenhang ausreichend dargestellt wird (Wissenschafts- oder Wirtschaftsraum, Ausprägung spezieller Merkmale u.a.). Länder sind keine Regionen im Sinne der Fördermaßnahme. |
Teilnahmeberechtigt sind nur Initiativen aus den Neuen Ländern, deren funktionaler Zusammenhang ausreichend dargestellt wird (Wissenschafts- oder Wirtschaftsraum, Ausprägung spezieller Merkmale u.a.). Länder sind keine Regionen im Sinne der Fördermaßnahme. |
| Start des Moduls | 2001 | 2007 |
| Bewerbungs- verfahren |
Mehrstufig: Ideenskizze, Bewerbungsgespräch, Innovationskonzept, Assessment Center Es wird empfohlen, vor dem Einreichen mit dem Projektträger Kontakt aufzunehmen. |
Einstufig: Verbundkonzept, Expertengutachten Die Förderung im Rahmen des Modul WK Potenzial qualifiziert nicht automatisch für eine Förderung als Innovativer regionaler Wachstumskern, dem Kernmodul des Programms. |
| Bewerbungs- fristen |
Keine Fristen, fortlaufendes Verfahren | Keine Fristen, fortlaufendes Verfahren |
| Förderdauer | 3 Jahre | Maximal 2 Jahre |
| Förderart (Zuschuss) | Zuwendungen werden als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Projektförderung gewährt. | Zuwendungen werden als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Projektförderung gewährt. |
| Förderung/ Unterstützung |
Gefördert werden Vorhaben der Grundlagenforschung, industriellen Forschung und vorwettbewerblichen Entwicklung. Baumaßnahmen und Großinvestitionen können nicht gefördert werden. Gefördert werden können darüber hinaus
Zur Erstellung des Innovationskonzeptes wird den Antragstellern eine kostenlose Beratung zur Verfügung gestellt. |
Gefördert werden Vorhaben der Grundlagenforschung, industriellen Forschung und vorwettbewerblichen Entwicklung. Baumaßnahmen und Großinvestitionen können nicht gefördert werden. In den Verbundvorhaben etablieren Forscher einer Hochschule oder einer Forschungseinrichtung gemeinsam mit bis zu fünf, mindestens jedoch drei, kleinen oder mittleren Unternehmen aus ihrem regionalen Umfeld - aufbauend auf aktuellen Forschungsergebnissen der Hochschule oder Forschungseinrichtung - industrielle Technologie- oder Problemlösungsplattformen mittels eines gemeinsamen Forschungs- oder Entwicklungsprojektes erstmalig in ihrer Region. |
| Projektträger/ Ansprechpartner |
Projektträger Jülich (PtJ), Außenstelle Berlin, Geschäftsbereich Technologische und regionale Innovationen | Projektträger Jülich (PtJ), Außenstelle Berlin, Geschäftsbereich Technologische und regionale Innovationen |
[PDF - 5,00 MB]

(URL: http://www.unternehmen-region.de/pot/download.php/M%3A452+Innovative+regionale+Wachstumskerne+-+Programmbrosch%26uuml%3Bre/~/_media/20080216_Broschuere_Innovative_regionale_Wachstumskerne_Barrierefrei_V07.pdf)
[PDF - 95,4 kB]
(URL: http://www.unternehmen-region.de/pot/download.php/M%3A2254+F%26ouml%3Brderrichtlinien+%22Innovative+regionale+Wachstumskerne%22/~/_media/Foerderrichtlinien_neu_nach_Lektorat.pdf)
[PDF - 89,7 kB]
(URL: http://www.unternehmen-region.de/pot/download.php/M%3A2299+Leitfaden+Innovationskonzept/~/_media/wtk_leitfaden(1).pdf)
[PDF - 527,6 kB]

(URL: http://www.unternehmen-region.de/pot/download.php/M%3A1474+%22Die+Strategie+entscheidet%22%2C+aus%3A+%22Unternehmen+Region%22%2C+3%21%7E2F05/~/_media/Unternehmen_Region_0305_S6_9.pdf)
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/79.php)
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/368.php)
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/206.php)
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/1551.php)